Förderung eines klimaschädlichen Vorhabens

Das klimaschädliche Grubengas-Kraftwerk in Baerl soll durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gefördert werden. Dafür zahlt jeder Stromkunde mit seiner Stromrechnung einen zusätzlichen Betrag. Die Bürger werden mal wieder zur Kasse gebeten und es profitieren davon nur die Großkonzerne Evonik und RWE, nicht jedoch die Umwelt. Und was macht die Stadt Duisburg?

Auf der Tagesordnung des Umweltausschusses am 2. März 2010 steht besagtes Grubengas-Kraftwerk in Baerl. Viele Anwohner haben bereits im März 2009, also vor mittlerweile einem Jahr, einen Bürgerantrag gestellt und gefordert, die Stadt möge sich hinter die Bürger stellen und sich gegen das industrielle Vorhaben im Wohngebiet von Baerl stellen.

Das der Bürgerantrag nach § 24 GO-NRW erst nach einem Jahr behandelt wird ist schon eine Zumutung. Jetzt behauptet der Stadtdirektor Dr. Greulich in seinem Antwortschreiben zum Bürgerantrag die Grubengasverwertungsanlage in Baerl „leistet einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz".

„Diese Begründung ist schlicht weg falsch und eine Frechheit" meint Thomas Balitzki-Schulze, Sprecher der Bürgerinitiative "Kein Grubengaskraftwerk in Baerl" und weiter „wir lassen uns nicht für dumm verkaufen. Die Wahrscheinlichkeit von Grubengas-Zuströmungen (Methangas) an der Oberfläche im Bereich „Baerl-Binsheiner Feld" ist Null!" Dies bestätigte Prof. Dr. F. Hollmann im September 2009 der Initiative. „Diese Informationen haben wir auf Veranlassung von Herrn Greulich eingeholt und der Stadt-Verwaltung bereits im September 2009 zur Verfügung gestellt" sagt Thomas Balitzki-Schulze.

Die Methangasgewinnung in Baerl stellt somit die Gewinnung des Bodenschatzes „Methangas" dar. Da hier in Baerl aufgrund der geologischen Verhältnisse kein Methan aus dem Untergrund entweichen würde, leistet die aktive Absaugung über die Bohrung und die Verbrennung in einem Kraftwerk keinen Beitrag zum Klimaschutz. Im Gegenteil, erst durch die Verbrennung wird der Klimakiller CO2 und das krebserregende Formaldehyd erzeugt und freigesetzt.

Die geplante Anlage ist klimaschädlich und wird durch die Mittel der EEG-Förderung für Evonik und RWE erst richtig profitabel. Die Bürger und die Stadt haben keine Vorteile, sondern nur die Lasten zu tragen (Lärm, schädliche Abgase und Abwertung des Wohnumfelds).