Skandal: Mingas-Power wählt Baerl aus rein wirtschaflichen Gründen
Die Bürgerinitiative nutzte die Sitzungspause der Bezirksvertreter am 9.6. um auf die vielen unstimmigen Punkte in den Antragsunterlagen intensiv hinzuweisen. Besonders interessierte die Baerler, warum gerade im Wohngebiet nach Grubengas gebohrt werden, und die eigentliche Anlage nur ca. 160 m von der Wohnbebauung entfernt platziert werden solle.
Die Vertreter von Mingas-Power haben sich lange gewunden. Aber das beharrliche Nachfragen von Dr. von Reden von unserer Initiative „keine Grubengaskraftwerk in Baerl“ konnte am Ende doch dem Geschäftsführer Andreas Minke die entscheidende Aussage entlocken, dass wirtschaftliche Gründe für die Bohrung an der Schulstraße 40 sprechen.
Pikant daran ist die Tatsache, dass bislang von den Antragsstellern immer behauptet wurde, ein anderer Standort kommt aus rein technischen Gründen nicht in Betracht. Projektleiter Andreas Brandt von Mingas-Power bestätigte auf Nachfrage, das auch das Kraftwerk selbst deutlich entfernter von den Wohnhäusern gebaut werden könnte. Die Verlängerung der Gasleitung würde lediglich einen zusätzlichen Verdichter erfordern.
Technisch möglich ist also der von der Bürgerinitiative geforderte Ersatzstandort für die Bohrung und das Kraftwerk in einem Industriegebiet.