Baerl soll Industriestandort werden

Baerler Bürger sind empört.

Durch die Hintertür soll im dörflichen Ortsteil Baerl in einem reinen Wohngebiet ein Methangaskraftwerk errichtet werden. Nicht nur die unmittelbaren Nachbarn sind durch Lärm, Dreck und Gestank betroffen sondern das ganze Dorf.

Der geplante Industriestandort wird eine hohe Beeinträchtigung an Lebensqualität und einen erheblichen Wertverlust der Immobilien nach sich ziehen.

Über einen Zeitraum von ca. einem Jahr soll Tag und Nacht die Tiefenbohrung vorangetrieben werden. Diese Bohrung wird immense Geräuschbelästigungen mit sich bringen sowie Erschütterungen, die noch nicht absehbare Folgen für die Gebäude haben werden. Insbesondere bereits durch den Bergbau beschädigte Häuser sind betroffen.

Man muss befürchten, dass die Verursacher Mingas-Power und Deutsche Steinkohle die Zuständigkeit für zukünftige Schäden von sich weisen werden. Der Gelackmeierte wird dann mal wieder der Bürger sein. Er bleibt am Ende auf den Schäden und dem Wertverlust seiner Immobilie sitzen.

Alle Baerler Immobilienbesitzer sollten jetzt eine Bauzustandsaufnahme zur Sicherung des Beweises bei der Bezirksregierung Arnsberg beantragen. Das Musterschreiben zum Download gibt es hier.

Das Kraftwerk wird auch im laufenden Betrieb eine erhebliche Lärmbelästigung erzeugen. Die geplanten Module erzeugen einen Geräuschpegel von ca. 50 Mittelklasse Autos. Zusätzlich werden die Abgase die bereits durch Industrieabgase verunreinigte Luft weiter belasten.

Bislang wurden Gaskraftwerke dieser Art immer auf stillgelegten oder noch tätigen Bergwerken und damit auf bereits vorhandenen Industriestandorten betrieben.

Es stellt sich die Frage, wieso die Verwaltung der Stadt Duisburg die Umwidmung vom reinen Wohngebiet zu einem Industriestandort zu lässt. Denn alle Baerler Bürger haben dadurch Nachteile, nur Mingas-Power profitiert. Die Verstromung in dem Baerler Kraftwerk soll nämlich auch noch mit 6,65 Cent pro Kilowattstunde vom Staat und damit von Steuerzahlern subventioniert werden.